Spielzeit 2023/2024

Erinnerungsbedarf

Konferenz zum pluralen Erinnern in Migrationsgesellschaften

Beschreibung

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Wessen Erinnern ist sichtbar, wessen unsichtbar? Erinnerung war und ist politisch aufgeladen. 

 

Die Konferenz setzt sich mit Möglichkeiten und Leerstellen im Umgang mit Erinnerungskulturen auseinander. In aufeinander bezogenen Beiträgen diskutieren Wissenschaftler:innen, Angehörige betroffener Communitys und Künstler:innen das kulturelle und politische Gedenken an rassistisch motivierte Gewaltereignisse. In der Gegenwart stellen sich in Österreich eine Vielzahl an Fragen: Warum sind nach wie vor einige Opfergruppen des Holocaust wie Roma und Sinti oder Jenische im kollektiven Gedächtnis kaum präsent? Warum werden Menschen, die Ziele von Gewalt sind – wie z. B. Jüd:innen, Muslim:innen, Angehörige queerer Communitys – nicht ausreichend gehört, wenn es um erinnerungspolitische Entscheidungen geht? Warum erhielten rassistische Gewaltverbrechen wie die Ermordung von Marcus Omofuma durch österreichische Polizisten 1999 kein dauerhaftes öffentliches Gedenken?

 

Die Konferenz stellt auch Fragen nach grenzübergreifenden, übernationalen Erinnerungsformen. Wie wirken sich rassistische Terroranschläge – z. B. Hanau 2020 – auf Minderheiten in anderen europäischen Ländern aus? Welche Erinnerungen bringen Migrant:innen nach Europa? Und wie erinnern wir in Europa an die Opfer der Asylpolitik? 

 

Zum Programm Tag 1

 

Zum Programm Tag 2

 

 

Die Tangente St. Pölten, das seit 35 Jahren in St. Pölten ansässige Institut für jüdische Geschichte Österreichs, INJOEST, und das Netzwerk Coalition for Pluralistic Public Discourse, CPPD, Berlin, wollen darüber mit Betroffenen sprechen. Denn besteht nicht sowohl lokal als auch kollektiv ein Bedarf, das Gedenken an Gewaltereignisse in das Gedächtnis zu integrieren und so das Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft zu stärken?

Mitwirkende

  • MIt
    Frederek Musall (Judaist), Ralph Tharayil (Autor), Milena Michiko Flašar (Autorin), Marko Dinić (Autor), Noomi Anyanwu (Black Voices Volksbegehren), Elnara Türhan (Black Voices Volksbegehren), Harald Walser (Historiker), Manuela Horvath (Stadträtin), Ursula Mindler-Steiner (Historikerin), Renate Bamberger (Beraterin & Dolmetscherin), Anita Lackenberger (Historikerin & Filmemacherin), Marius Weigl-Burnautzki (Historiker), Brigitte Entner (Historikerin), Noa K. Ha (Stadt-, Migrations-, & Rassismusforscherin), Jan Bodenstein (Architekt), Nina Prader (Künstlerin & Autorin), Max Czollek (Autor, Kurator & Leiter CPPD), Martha Keil (wiss. Leiterin INJOEST), Ayşe Güleç (Kuratorin, Kunstvermittlerin & Aktivistin), Samuel Mago (Lyriker & Journalist), Solmaz Khorsand (Journalistin), Farid Hafez (Politikwissenschaftler), Philipp Gufler (Bildender Künstler), Darija Davidović (Theater- & Kulturwissenschaftlerin), Sheri Avraham (Künstlerin & Kuratorin), Derviş Hızarcı (Vorstandsvorsitzender der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitimus), Eşim Karakuyu (Sozialpädagogin & Beraterin), Tayfun Guttstadt (Multiinstrumentalist, Producer, Sänger), Johanna Korneli (Programmleiterin DialogPerspektiven), Simon Inou (Journalist & Medienkritiker)

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