Erinnerungsbedarf

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Erinnerungsbedarf © Elena Krasnokutskaya

Tagung zum Thema Erinnerung

 

Bei der Tagung geht es um die Erinnerung von vielfältigen Gesellschaften. 

Wir müssen uns an die Geschichte von Orten erinnern.

Und an die Geschichte von Gemeinschaften. 

Wir müssen uns auch an Gewalt-Erlebnisse erinnern.

Das hilft beim Zusammen-Leben in einer Gesellschaft mit vielen verschiedenen Menschen. 

 

Manche Erinnerungen kann man sehen.

Manche Erinnerungen bleiben unsichtbar. 

Wir suchen nach Gründen dafür. 

Und wir beschäftigen uns mit der politischen Bedeutung von Erinnerungen. 

 

Wir suchen nach Möglichkeiten zum Umgang mit Erinnerungen.

Und was man machen kann, wenn Erinnerungen fehlen.

Darüber sprechen wir mit:

 - Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen.

- Menschen aus Gemeinschaften, an die kaum erinnert wird.

- Künstler und Künstlerinnen.

Wir sprechen über Kultur und Politik.

Und über Gewalt, die aus Hass auf bestimmte Menschen entsteht.

 

In Österreich gibt es viele Fragen zum Erinnern. 

Zum Beispiel: 

Wir erinnern an die Opfer vom National-Sozialismus.

Aber wir erinnern nicht an alle gleich viel. 

Wir denken zum Beispiel weniger an die Roma und Sinti oder Jenische.

Das sind Menschen, die im National-Sozialismus verfolgt und getötet wurden. 

 

Es geht um Gründe für Gewalt gegen verschiedene Gruppen von Menschen. 

Zum Beispiel:

- Juden und Jüdinnen.

- Menschen, die an den Islam glauben. 

- Mitglieder von der queeren Gemeinschaft. 

Das sind Menschen, die homosexuell sind.

Oder die nicht zu einem Geschlecht zugeordnet werden möchten. 

Oder die das Geschlecht gewechselt haben.

Diese Gruppen werden oft Opfer von Gewalt. 

Aber sie können oft nicht mit-reden: 

Wenn es um die Erinnerung an Gewalt-Opfer geht. 

 

Es geht auch um den Umgang mit bestimmten Verbrechen.

Wie zum Beispiel die Ermordung von Marcus Omofuma

Er wurde 1999 von österreichischen Polizisten getötet.

Aber es gibt keinen Gedenk-Ort:

Wo man sich an dieses Verbrechen erinnern kann. 

 

Bei der Konferenz geht es auch um andere Gewalt-Verbrechen und die Erinnerungen daran. 

Es wird überlegt: 

So verändert Gewalt die Menschen in Europa:

Wenn sie zu Gemeinschaften mit einem bestimmten Glauben oder einer bestimmten Lebensweise gehören.

 

Wir denken auch darüber nach

So erinnern wir an die Opfer von unserer Asyl-Politik.

Asyl bedeutet:

Menschen haben ihr Land verlassen. 

Sie wollen in einem anderen Land leben.

Viele Menschen schaffen das nicht. 

Weil der Weg nach Europa gefährlich ist.

Viele sterben auf dem Weg nach Europa.

Oder sie müssen Leid und Gewalt ertragen. 

Weil die Politik nicht alle Menschen nach Europa hinein-lässt.

So werden Menschen auf der Flucht zu Opfern von der Asyl-Politik.

 

Diese Tagung bei der Tangente Sankt Pölten machen: 

- Das Institut für jüdische Geschichte Österreichs.

Das gibt es seit 35 Jahren in Sankt Pölten. 

- INJOEST.

- Netzwerk Coalition for Pluralistic Public Discourse.

- CPPD aus Berlin.