Programme

Open Call: 48 Stipendien zu vergeben

Open Call für Art of Community – Summerschool Camping vom 28.6. bis 7.7.2024

Art of Community“ ist das Summerschool Camping der Tangente St. Pölten – Festival für Gegenwartskultur und richtet sich an Young Professionals aus den Bereichen Kunst, Kuration, Vermittlung, Aktivismus und sozialer Arbeit, die an Community Arbeit interessiert sind und/ oder bereits Community Arbeit ausüben. 

 

Neben gemeinschaftlichem Grillen, Kochen und Essen sowie Besuchen von Tangente-Veranstaltungen bietet „Art of Community“ vier Labore mit Expert:innen an, die tiefe Einblicke in Community- und Kunstprojekte geben. 

Hier werden Antworten auf Fragen der Repräsentation, der Betroffenheit und der Handlungsfähigkeit gesucht. Zusätzlich werden Skill -Sharing- Gelegenheiten geschaffen und Räume für Gespräche sowie Diskussionen mit lokalen und internationalen Expert:innen geöffnet. 

 

Ziel von „Art of Community“ ist es, länderübergreifende Netzwerke zu stärken, die gegen menschenfeindliche Politiken aufstehen und Praxen der Solidarität und gegen Einsamkeit und Isolation verbreiten. 

Darüber hinaus sind Teilnehmer:innen dazu eingeladen, ihre verschiedenen Communitys vorzustellen und gemeinsam Fragen zu diskutieren: Was macht eine Community aus? Wie verbinden wir uns mit anderen? Wer ist willkommen oder wird nie eingeladen? Wie schaffen wir nachhaltige Strukturen für eine multiperspektivische Gemeinwesenarbeit?

Wenn du dich angesprochen fühlst, bewirb dich bis 12.5.2024 unter call@tangente-st-poelten.at mit einem Motivationsschreiben und Lebenslauf. 

 

Wähle weiter unten 2 Labore! 
(Gib Präferenz 1 und 2 an. Du besuchst dann nur 1 Labor)

Jedes Stipendium beinhaltet:

  • Teilnahme an einem Labor und Skills - Sharing - Sessions
  • Podiumsdiskussionen
  • Verbilligte oder kostenlose Besuche von Performances
  • Unterkunft – Zeltplatz plus Sanitäranlagen (Dusche, Toiletten)
  • Frühstück, Lunch und Abendessen (vegetarisch und/oder vegan)
  • Community Events

Der Kostenbeitrag pro Tag beträgt € 15,-/Person

 

Reisekosten müssen von den Teilnehmer:innen selbst übernommen werden. Camping Equipment kann leider keines zur Verfügung gestellt werden und müsste mitgebracht werden. 

 

Gecampt und gearbeitet wird auf einem grünen Areal der ehemaligen Glanzstoff Fabrik, im Garten der sogenannten Direktoren Villa.

Info zu Barrierefreiheit: 

Das Areal ist nicht zur Gänze barrierefrei. Bitte ruf uns an, oder schreibe uns, damit wir deinen Aufenthalt möglich machen können.

Labs zur Auswahl

Wähle 2 Labore aus (Präferenz 1 und 2. Du besuchst dann nur 1 Labor)
Community Lab

Ich will Teil einer queeren Bewegung sein

mit Queer Museum Vienna

Solidarische Netzwerke am Beispiel queerer Organisationen und Initiativen in Wien mit Queer Museum Vienna.
 
Konkurrenz und Profitgier sind neoliberale Konzepte, die sich in der Community Arbeit nicht anwenden lassen, welche Wertvorstellungen und Methoden kommen stattdessen zur Anwendung? Das Programm richtet sich an Personen, die sich diese Frage stellen oder Antworten darauf haben und die in unterschiedlichen Formen Teil eines queeren Netzwerks sind oder werden wollen. Gemeinsam werden wir versuchen, anhand konkreter Beispiele und Erfahrungen von eingeladenen Expert:innen eine Landkarte der Wiener/lokalen queeren Netzwerke und deren internationaler Verbindungen aufzuzeichnen. Dabei soll die große Diversität der Handlungsfelder sichtbar werden, die sich durch die Orientierung an menschlichen Bedürfnissen ergibt: soziale Bereiche, wie gemeinsames Wohnen und Altern, Jugendarbeit, kulturelle Vielfalt, wissenschaftliche Diskurse, Archive und Bildungsarbeit, gesundheitliche Versorgung und Self Care, rechtliche Beratung und Aktivismus, künstlerische Zugänge und Sichtbarkeit, Freizeit und Unterhaltung, Clubkultur und vieles mehr. Jeden Tag der “Summerschool” richten wir den Fokus auf ein anderes Feld des Netzwerks und versuchen, ungenutzte Potentiale zu entdecken und Synergien zwischen den Bereichen herzustellen. Zusätzlich wollen wir die Besonderheit der Gastgeber:innenstadt St. Pölten und dessen Nähe zu Wien mitdenken. Neben den informativen Inputs werden auch Übungen angeboten, um die Gruppendynamik für alle Teilnehmenden angenehm zu gestalten. 

 

Das Queer Museum Vienna gestaltet seit 2020 die Wiener Kulturlandschaft mit und schafft Sichtbarkeit für queere Themen und Kunst. Neben Ausstellungen bietet es auch eine Vielfalt an Veranstaltungen an und kooperiert mit unterschiedlichen Projekten und Institutionen. Für das Labor wird Wilhelm Binder das Kollektiv des QMV vertreten. WB sammelte bereits viel Erfahrung in selbstorganisierten und nicht-hierarchischen Projekten und Strukturen. Für die Erstellung des Programms arbeitet WB eng mit dem Kollektiv des QMV sowie mit Cla Gallistl von “Community Building Austria” zusammen.  
 

Community Lab

Wie werde ich ein Migrantpolitan?

mit Larry Macaulay, Anas Aboura, Nadine Jensen von Migrantpolitan

Das Migrantpolitan ist nicht nur ein Aktionsraum auf dem Kampnagel-Gelände in Hamburg, der von Geflüchteten und Locals betrieben wird. Es ist vielmehr ein Lifestyle geworden, bei dem mit viel Kreativität und Charme die diversen Probleme und Herausforderungen des Alltags gemeistert und in Kunst transformiert werden. Während andere aus Sch***e Gold machen, machen wir aus Aufenthaltsproblemen, kulturellen Missverständnissen und Alltagsrass-ismus Popkultur im Warhol´schen Sinne in Form von Videoserien, Mode und Live Arts. Und so ist im Migrantpolitan jede:r ein Star, jede:r ein Künstler:in und jede:r Migrant:in. Seit mittlerweile 10 Jahren leben und arbeiten wir im Temporären, im ewigen Heute und erträumen dabei unser gemeinsames Morgen. 

 

Im LAB machen wir eine gemeinsame Zeitreise durch “10 Jahre Ankommen” und teilen unsere Erfahrungen anhand von Praxisbeispielen unserer künstlerischen Arbeiten. Im avan-tgardistischen Sinne verwischen wir die Grenzen zwischen Leben und Kunst, zwischen Problem und Lösung, zwischen Spekulation und Realität. Dabei wird gekocht, diskutiert, geguckt und zelebriert. 
Das LAB richtet sich an Menschen mit und ohne Fluchterfahrung, eine Ambiguitätstoleranz ist hilfreich, aber keine Voraussetzung. Im LAB wird deutsch, englisch und arabisch gesprochen – englische Grundkenntnisse sind notwendig.  Wir freuen uns auf empathische, diverse und aufgeschlossene Menschen! 

 

Das Migrantpolitan auf dem Kampnagel-Gelände ist ein Aktionsraum, in dem sich diasporische Künstler:innen und lokale Künstler:innen in einen Austauschprozess begeben, gemeinsam transkulturelle Strategien entwickeln und neue ästhetische Praxen ausprobieren. Dieser Mikrokosmos ist ein Labor für solidarische Zusammenarbeit, in dem neue Ideen entwickelt werden, kulturelle Selbstbestimmung ihren Platz hat und eine Prise Anarchie zum festen Bestandteil gehört. Der Gründer des Refugee Radio Network, Larry Macaulayund Migrantpolitan Kurator Anas Aboura sowie die Dramaturgin Nadine Jessen sind stellvertretend für die Community vor Ort.

Community Lab

future flowing – träume träumen

mit Karin Cheng, Ozan Zakariya Keskinkılıç, Anna Schapiro

Eine Einladung zu einem Raum des Teilens und Hörens, des individuellen und kollektiven Lernens

 
Welche Wirkung hat ein Raum auf den Körper und ein Körper auf den Raum? Wie betreten wir Räumlichkeiten und wie verlassen wir diese? 
Welche Erinnerungen, Wünsche und Rituale haben sich in die Körper eingeschrieben, was verraten sie und was verbergen sie? Wer sind wir an welchen Orten und zu welcher Zeit? 

 

Karin Cheng, Ozan Zakariya Keskinkılıç und Anna Schapiro spüren interdisziplinäre Schnittstellen zwischen bildender Kunst, Tanz und Literatur auf, um Krisen und Träume futuristisch zu bearbeiten. Im Labor stellen sie jeweils eigene Erfahrungswerte, Praktiken und Techniken vor, die im Laufe der Woche mit den Workshop-Teilnehmenden und deren gemeinsam erarbeiteten Fragestellungen und Reflektionen zusammengeführt werden sollen. 

 

Der Workshop richtet sich an alle Kunst- und Kulturbegeisterte, die Fragen von Transformation und Einschreibung mittels literarischer, künstlerischer und performativer Strategien und dem eigenen Erfahrungswissen prozessorientiert erkunden wollen.  Und an alle, die zu futuristischen Lebensweisen in Gemeinschaften praktizieren, oder darüber nachdenken. 

 

Es sind keine speziellen Vorkenntnisse erforderlich. 

 

Karin Cheng bewegt sich in den Zwischenwelten von Tanz und Musik. Sie betrachtet sich als eine Art Brücke, die besonders marginalisierte Menschen mit dualen Perspektiven miteinander verbindet. Ihre Expertise liegt in der Kraft des intuitiven Dialogs und ihre Arbeiten sind vor allem in nicht-institutionellen Initiativen beheimatet.

 

Ozan Zakariya Keskinkılıç ist freier Autor und Lyriker. In seinen Gedichten bilden muslimische Spiritualität, queeres Begehren und Erinnerungen das literarische Koordinatensystem für eine Reise durch alternative Geografien. Prinzenbad, 2022 (Elif Verlag).

 

Anna Schapiro ist bildende Künstlerin und Publizistin. Sie ist Mitbegründerin und Mitherausgeberin der Zeitschrift Jalta.Positionen zur jüdischen Gegenwart und Mitglied des Ministeriums für Mitgefühl. Ihre Praxis umfasst bildnerische Arbeiten, journalistische und literarische Veröffentlichungen, Kuration und Lehre - mit besonderem Interesse an kollektiven und kollaborativen Ansätzen.

Community Lab

Transnationale Geschichten: Eine Reise durch Romani-Lebenswelten

mit Simonida Selimović und Hamze Bytyçi

Dieses Labor wird von einem Rom und einer Romni geleitet, die unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven aufgrund ihrer Herkunft und Lebenswege haben. Der Rom lebt in Berlin, ist in Kosovo geboren, während die Romni in Serbien geboren wurde und in Wien lebt. Gemeinsam werden sie Teilnehmer:innen durch interaktive Theaterübungen und kreative Reflexionen auf eine Reise durch die vielfältigen Lebenswelten der Romani-Gemeinschaft mitnehmen. 
Durch Theaterübungen, Storytelling und Improvisationen werden persönliche Geschichten und Emotionen zum Ausdruck gebracht, während gleichzeitig ein Raum für gemeinsamen Austausch und Empowerment geschaffen wird. Ziel ist es über Formen von Vorurteilen und deren Auswirkungen auf die Roma-Gemeinschaft aufzuklären und ein Bewusstsein für diese Problematik zu schaffen. 

 

So entsteht in diesem interdisziplinären Workshop ein Raum für diverse künstlerische Diskussionen und den Austausch von Erfahrungen, um diese mit dem erprobten Wissen neu zu denken. Dabei ist es entscheidend, einander zuzuhören und voneinander zu lernen. Nur gemeinsam können wir uns für eine inklusive Gesellschaft engagieren.

 

Der Workshop richtet sich an Menschen jeden Alters und jeder Herkunft, die Interesse an Theater, Romani-Kultur und transnationalen Erfahrungen haben. Vorkenntnisse im Theater sind nicht erforderlich.

 

Hamze Bytyçi ist Künstler, Kurator und Kulturarbeiter. Seit 2012 leitet er als Vorsitzender den von ihm gegründeten RomaTrial e.V. 2017 hat er das „Internationale Roma-Filmfestival AKE DIKHEA?“ ins Leben gerufen, das seitdem unter seiner Leitung alljährlich in Berlin stattfindet. 2018 und 2020/2021 war er Co-Kurator der 1. und der 2. Roma-Biennale. Seit September 2022 gestaltet er als Künstlerischer Leiter das Programm im Grünen Salon der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Er ist Vorstandsmitglied der neuen deutschen Organisationen und Mitglied der „CPPD – The Coalition for Pluralistic Public Discourse“ , Bi PoC Aliance  und sowie von „Vielfalt im Film“. 

 

Simonida Selimović, geb. in Serbien (Boljevac), emigriert als Kind zusammen mit ihrer Familie nach Österreich; sie spricht Deutsch, Romanes, Serbisch und Englisch. Früh beginnt sie ihre Karriere als Schauspielerin in Film/Fernsehen und Theater. Sie ist u.a. zu sehen in Helen Dorn, im Kinofilm Ciao Cherie von Nina Kusturica, Zerschlag mein Herz im Film, Die Toten von Marnow und u.a. am Schauspielhaus Essen und im Maxim Gorki Theater Berlin tätig. 2010 gründet sie gemeinsam mit ihrer Schwester Sandra Selimović den ersten feministischen und professionellen Theaterverein Romano Svato, sowie Mindj Panther, wo sie als feministische Rapperin und Aktivistin gegen Rassismus und für Gleichberechtigung der Roma tätig ist.

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