Elisabeth Schimana

Vita

Elisabeth Schimana (1958, Innsbruck) ist seit den 1980er Jahren als eine der österreichischen Pionierinnen der elektronischen Musik mit Projekten präsent, die sich durch einen radikalen Ansatz und eine ebensolche Ästhetik auszeichnen. Nach einer Gesangsausbildung absolviert sie Studien in Komposition, Computermusik, Musikwissenschaft und Völkerkunde, befasst sich in Moskau intensiv mit dem Theremin und in Wien mit dem Max Brand Synthesizer. Schimana untersucht in ihrer künstlerischen Arbeit Fragen des Raums, der Kommunikation, insbesondere die Vermittlung kompositorischer Konzepte (Partituren), was zu völlig neuen Ansätzen führt, die das Hören experimentell ausloten und eine erhöhte musizierende Präsenz erfordern. Ihr forschender Zugang hat auch die Gründung des „IMA Institut für Medienarchäologie“ zur Folge. Schimanas mehrfach ausgezeichnete und international rezipierte Arbeit bezieht sich oft auf historische Positionen, verweigert sich aber jeglicher Vereinnahmung und besticht, eindringlich und reduziert, mit hoher Intensität. (Milena Meller)