Musik Diskurs
Fr, 20. September 2024 19:00 Uhr

Working Class Festival

Musik der Arbeiter:innenkultur
An mehreren Orten in St. Pölten
© Arch Mcleish

Beschreibung

Wer erinnert sich noch an die Arbeiter:innenklasse? St. Pölten hat, wie auch viele andere europäische Städte, einen Transformationsprozess von der klassischen Arbeiter:innenstadt hin zur Bildungs- und Kulturstadt vollzogen. Die gesamte Stadtentwicklung ist eng mit Betrieben wie Glanzstoff, Voith, der ÖBB Hauptwerkstätte St. Pölten oder Harlander Coats verknüpft. Die Anwerbung von Gastarbeiter:innen – vor allem aus der Türkei, dem ehemaligen Jugoslawien und Tunesien – ab Mitte der 1960er-Jahre hatte prägende Auswirkungen auf die Stadtstruktur und -kultur.  

Was ist von diesen Traditionen in der Gegenwart noch relevant und welche neuen Formen lassen sich entdecken und erleben? Stolze Geschichte und unbestimmte Zukunft finden ihren Ausdruck im „Working Class Festival“. An zwei Tagen versammelt die Tangente dabei an verschiedenen Orten in St. Pölten Vorträge, Ausstellungen, Performances sowie Konzerte unterschiedlicher Genres zu den Themen Arbeitswelt, Arbeiter:innenbewegung und Gastarbeit. Beginnend in der Arbeiterkammer und im Freiraum St. Pölten, zieht das „Working Class Festival“ am zweiten Tag in den öffentlichen Raum der Innenstadt und endet im Rahmen des alljährlichen Höfefests in und um das Festivalzentrum in der Linzer Straße. 

Esra Özmen ist eine österreichische Künstlerin und Rapperin aus Wien Ottakring. In ihren Raps bezeichnet sie sich selbst als Enkelin der Gastarbeiter:innen.  

Thomas Kern ist ein in St. Pölten geborener Musiker, DJ, Veranstalter und Kulturarbeiter. „Ohne die Arbeit des Einzelnen ist die Wirtschaft ein Nichts“, lautet eines seiner Lieblingszitate. 

Mitwirkende

  • Kuratiert von
    Esra Özmen, Thomas Kern

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An mehreren Orten in St. Pölten